Düsseldorf (ots) - Der nordrhein-westfälische Philologenverband
hat die Aufgaben für die zweite Runde der länderübergreifenden
Lernstandserhebungen in den achten Klassen als mangelhaft kritisiert.
Er sei "sehr verärgert", dass das zuständige Berliner Institut zur
Qualitätsentwicklung im Bildungswesen "offenbar nicht in der Lage
ist, unangreifbare Aufgaben zu stellen", sagte der Vorsitzende des
Philologenverbands, Peter Silbernagel, der in Düsseldorf
erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Lehrer beklagten
unter anderem, dass eine Deutsch-Aufgabe zum Hörverstehen eine zu
niedrige Tonqualität aufweise und dass in einem Mathematik-Test für
die achten Klassen eine Aufgabe auf dem Niveau der zehnten Klasse
gestellt wird. Außerdem werden Lehrer in den Auswertungsanweisungen
aufgefordert, auch solche Antworten als richtig zu werten, die den
Sinn der gesuchten Antwort wiedergeben, aber Grammatik- und
Rechtschreibfehler aufweisen. In Englisch darf auch auf Deutsch
geantwortet werden.
Originaltext: Rheinische Post
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