Leipzig (ots) - Der schwule Filmemacher Rosa von Praunheim findet
es "phantastisch", dass Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP)
auf Dienstreisen "demonstrativ seinen Partner mitbringt". Gegenüber
der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe) sagte der Künstler und
Journalist: "Das ist sicher sehr therapeutisch für alle Länder, in
denen das verachtet wird."
Aber gleichzeitig gelte natürlich: "Nur weil Guido Westerwelle schwul
ist gibt es keine Zwangssolidarität." Wenn ein Partner auch noch
Geschäftsmann sei, wenn zur Reisedelegation des Ministers auch
Verwandtschaft und Bekannte gehören, die eigene Interessen verfolgten
oder der FDP durch Spenden verbunden seien, "dann profitieren die
natürlich von dem Imagegewinn des Ministers". Da müsse man als
Verantwortlicher "überaus vorsichtig sein", ganz unabhängig davon, ob
man schwul sei oder nicht.
Originaltext: Leipziger Volkszeitung
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