Berlin (ots) - Berlin - In der Debatte um die Aufarbeitung des
Missbrauchs hat die Kinderbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion,
Marlene Rupprecht, vor Aktionismus gewarnt. "Man darf nicht einfach
etwas machen, nur um zu zeigen, dass man etwas macht", sagte sie dem
in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe) mit Blick
auf die geplanten Runden Tische. "Wir sollten die Erfahrung und die
Kompetenzen nutzen, die schon da sind", betonte sie. Sowohl im
Bereich Prävention als auch in juristischen Fragen sei bereits viel
getan worden, sagte die SPD-Politikerin, die auch beim Runden Tisch
der Heimkinder mitwirkt. So gebe es im Familienministerium bereits
seit 2003 eine Koordinierungsrunde zum Schutz von Kindern vor
sexuellem Missbrauch. Auf deren Initiative hin sei die
Verjährungsfrist geändert worden. Die Politik müsse nun analysieren,
was bereits auf den Weg gebracht sei, was in den bekannt gewordenen
Fällen den Missbrauch begünstigt habe und welche Strukturen
inzwischen geändert worden seien, forderte Rupprecht.
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