Köln (ots) - Köln.Der Parlamentarische Geschäftsführer der grünen
Bundestagsfraktion, Volker Beck, sieht in der gegenwärtigen Kritik an
den Auslandreisen von Außenminister Guido Westerwelle (FDP)
schwulenfeindliche Untertöne. "Ob der Lebensgefährte oder die Ehefrau
ein Mitglied der Bundesregierung begleitet, tut nichts zur Sache",
sagte Beck dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe). "Deshalb
verlässt auch mancher Zungenschlag in der Debatte um die Begleitung
des Außenministers durch seinen Lebensgefährten Michael Mronz die
sachliche Ebene." Westerwelle müsse "erklären, ob Spenden an die FDP
Einfluss auf die Einladungspraxis seines Ministeriums bei
Delegationsreisen haben. Für die Begleitung durch seinen
Lebensgefährten muss er sich aber genauso wenig rechtfertigen, wie
ein Außenminister, der seine Ehefrau mitnimmt." Die Sprecherin des
Lesben- und Schwulenverbandes, Renate Rampf, erklärte dem "Kölner
Stadt-Anzeiger", die Tatsache, dass der Außenminister schwul sei und
seinen Partner mitnehme, führe zu "höherer Kritikbereitschaft. Wir
warnen vor einem unterschwelligen Ton."
Originaltext: Kölner Stadt-Anzeiger
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