Rostock (ots) - Es ist der Mut eines kühlen Pragmatikers und von
düsteren Zahlen getriebenen Haushälters, der den
Bundesgesundheitsminister dazu bringt, bei der mächtigen
Pharmaindustrie Einsparpotenziale zu erschließen. Angesichts des 2010
erwarteten wesentlich höheren Defizits des Gesundheitsfonds wäre das
ein wichtiger, aber kein hinreichender Beitrag.
Schon Röslers Amtsvorgänger haben immer wieder versucht, den
Drachen Pharmaindustrie zu bändigen. Von Horst Seehofer bis Ulla
Schmidt wurde dabei sogar ein stattliches Arsenal von
kostendämpfenden Instrumenten eingeführt, etwa vorgeschriebene
Festbeträge und Rabatte. Doch die Konzerne fanden immer wieder Mittel
und Wege, all zu große Einschränkungen zu umgehen. Auch Rösler will
der vielköpfig aufgestellten Pharmabranche höchstens mit ein paar
Daumenschrauben drohen. Ein brutaler Drachenbändiger ist der
charmante FDP-Minister deshalb nicht.
Originaltext: Ostsee-Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65393
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65393.rss2
Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de
Die Qualität unserer Gesetze ist schlecht: Zu oft bedenkt die Politik ihre Folgen nicht, zu oft dienen sie nur Einzelinteressen -- und zu oft ist das Parlament nicht genug beteiligt.
Stets lautet die Forderung, die Politik solle von der Wirtschaft lernen. Doch Unternehmen können sich auch von der Politik etwas abgucken, schreibt Kajo Wasserhövel in seinem Essay.
Warum für sein Land ein Teilzeitparlament völlig ausreichen würde, erklärt Wolfgang Böhmer, der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, im Interview mit p&k.