Frauennetzwerke aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien

Foto: thinkstock.com / studiogstock
11.11.2014

Netzwerke sind entscheidend für den beruflichen und politischen Erfolg. Eine Vielzahl von zweckbestimmten Verbänden, Initiativen und Gesprächskreisen richten sich speziell an Frauen.

p&k stellt einige solcher Netzwerke aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien vor.

 

Parteien

CDU – Frauen Union

Foto: Laurence Chaperon

Die Frauen Union (FU) unter ihrer Vorsitzenden Maria Böhmer, MdB, versteht sich als Lobby für die Anliegen von Frauen in der CDU und in der Politik. In ihr sind alle weiblichen Mitglieder der CDU, also rund 150 000 Frauen, zusammengeschlossen. Oberstes Organ der FU, die seit 1955 die Zeitschrift "Frau und Politik" herausgibt, ist der Bundesdelegiertentag.

www.frauenunion.de

CSU – Frauen-Union

Foto: privat

Mit rund 25 500 Mitgliedern ist die Frauen Union die zweitgrößte Arbeitsgemeinschaft der CSU. Ziel ist es, die Anliegen der Frauen in der CSU in der Öffentlichkeit zu vertreten. Anders als bei ihrer Schwes­terpartei erfolgt der Eintritt in die FU der CSU unabhängig vom Eintritt in die Partei. Landesvorsitzende ist seit Juni 2009 Angelika Niebler, MdEP.

www.fu-bayern.de

SPD – ASF

Foto: Elke Ferner / Pressebild / SPD

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) ist die Frauenorganisation der SPD, der automatisch alle weiblichen Mitglieder der SPD angehören – rund 150 000. Seit 1973 engagiert sich die ASF für die Gleichstellung von Frauen und Männern in Partei und Gesellschaft. Bundesvorsitzende ist derzeit Elke Ferner MdB.

www.asf.de

Die Linke – BLF

Foto: privat

Der Bundesrat LINKE Frauen (BLF) wurde 2012 gegründet, um den Frauen in der Partei Gelegenheit zu geben, sich zu vernetzen. Neben dem BLF, der die bundesweite frauenpolitische Arbeit koordiniert, gibt es weitere Zusammenschlüsse, darunter die Bundesarbeitsgemeinschaft LISA. Anja Mayer ist im Parteivorstand eine von sechs Ansprechpartnerinnen für Frauenpolitik.

www.die-linke.de/politik/frauen

Grüne – Bundesfrauenrat

Foto: gruene.de

Der Bundesfrauenrat entwickelt und plant politische Initiativen der Grünen. Er koordiniert die frauenpolitische Arbeit zwischen den Gremien der Bundespartei, den Fraktionen und den Landesverbänden von Bündnis 90/Die Grünen. Frauenpolitische Sprecherin des Bundesvorstands ist Gesine Agena.

www.gruene.de/partei/bundesfrauenrat.html

FDP – Liberale Frauen

Foto: privat

Die Bundesvereinigung Liberale Frauen unter der Vorsitzenden Gesine Meißner MdEP ist eine Vorfeldorganisation der FDP. Neben jährlichen Mitgliederversammlungen finden Veranstaltungen zu Themen wie Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen oder Gewalt gegen Frauen statt. Ein Engagement ist möglich, ohne Mitglied der Partei zu sein.

www.liberale-frauen.de

Wirtschaft und Gesellschaft

Verband Deutscher ­Unternehmerinnen (VdU)

Foto: VdU / Henriette Olbrisch

Der VdU vertritt branchenübergreifend die Interessen insbesondere mittelständischer Unternehmerinnen aus Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung. Er setzt sich dafür ein, die Präsenz von Unternehmerinnen in Wirtschaft und Gesellschaft zu vergrößern, die Bedingungen für Frauen im Wirtschaftsleben zu verbessern und mehr Frauen in Führungsverantwortung zu bringen. Präsidentin des VdU ist Stephanie Bschorr.

www.vdu.de

Women in Parliaments Global Forum (WIP)

Das Women in Parliaments Global Forum (WIP) ist das erste weltweite Netzwerk aller weiblichen Abgeordneten in nationalen Parlamenten. Die überparteiliche Stiftung, die von der früheren Europaabgeordneten Silvana Koch-Mehrin (FDP) 2013 ins Leben gerufen wurde, fördert den politischen Austausch von knapp 9000 Parlamentarierinnen mittels Konferenzen, Kampagnen und Studien. Ziel ist eine gleichberechtigte politische Führung.

www.womeninparliaments.org

Ladies' Lunch

Foto: privat

Der Berliner Ladies' Lunch der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer findet vier Mal im Jahr statt. Hochkarätige Referentinnen halten Vorträge unter anderem zu frauenpolitischen Themen, aber auch allgemein zu Wirtschaft und Tagespolitik. Danach gibt es Gelegenheit zum Networking.

lilly.fiedler@freshfields.com, barbara.henneberger@freshfields.com

Die Europäerinnen

Foto: privat

Die "Europäerinnen" sind ein Netzwerk junger berufstätiger Frauen in Berlin – aus ganz Europa. Die Mehrzahl der Mitglieder ist in der Politik, bei Interessenverbänden oder im Medienbereich tätig. Aktuell zählen die "„Europäerinnen" etwa 50 Mitglieder. An jedem 1. Montag im Monat treffen sie sich an wechselnden Orten in Berlin-Mitte. Gegründet wurde das Netzwerk von Gesa Brincker (Foto) und Mechthild Baumann.

Deutscher Akademikerinnenbund

Foto: privat

Der Deutsche Akademikerinnenbund unter seiner Ersten Vorsitzenden Patricia Aden setzt sich als unabhängiger, überparteilicher und überkonfessioneller Verein für die Stärkung der Position von Frauen in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft ein und ist international vernetzt. Gegründet 1926, zählt er bundesweit zu den ältesten Frauenverbänden.

www.dab-ev.org

Business and Professional Women Germany

Foto: privat

Mit bundesweit rund 1800 Mitgliedern setzt sich der BPW Germany unter seiner Präsidentin Henrike von Platen für die Chancengleichheit in Beruf, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ein. Dafür engagieren sich berufstätige Frauen aller Branchen. Der BPW unterhält Netzwerke in 100 Ländern, die Kontakte zu Frauen in aller Welt bieten.

www.bpw-germany.de

DIE FÜHRUNGSKRÄFTE - Das Frauennetzwerk

Foto: DIE FÜHRUNGSKRÄFTE

Der Verband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE fördert seit sieben Jahren den Netzwerkauf- und -ausbau unter weiblichen Führungskräften und hat dazu ein eigenes Netzwerk gegründe - Das Frauennetzwerk. Initiatorin und Verantwortliche des Frauennetzwerkes ist Heike Kroll.

www.das-frauennetzwerk.de

Generation Ceo

Foto: privat

Die Initiative Generation CEO setzt sich gezielt für die Verbesserung der Situation von weiblichen Führungskräften auf dem Weg ins Top-Management ein. Ziel ist es, die Anzahl der Vorstands- und Aufsichtsratspositionen, die mit Frauen besetzt werden, stetig zu steigern und das Bewusstsein für das bislang ungenutzte Führungspotenzial zu schärfen. Generation CEO hat heute 141 Mitglieder. Vorstandsvorsitzende ist Andrea Ebinger.

www.generation-ceo.com

Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR)

Foto: Inga Haar

Die Iniative Frauen in die Aufsichtsräte e.V. (FidAR) wurde 2006 von Frauen in Führungspositionen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gegründet, um den Frauenanteil in den deutschen Aufsichtsräten zu erhöhen. Mittlerweile hat die Iniative über 390 Mitglieder. Präsidentin ist Monika Schulz-Strelow.

www.fidar.de

Charta der ­Vielfalt

Foto: Die Hoffotografen

Die Charta der Vielfalt ist eine 2006 ins Leben gerufene Wirtschaftsinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Bislang haben rund 1.850 Organisationen die Charta der Vielfalt unterzeichnet und damit erklärt, dass sie Chancengleichheit für ihre Mitarbeiter herstellen bzw. fördern werden. Träger der Initiative ist der gemeinnützige Verein Charta der Vielfalt, Geschäftsführerin ist Aletta Gräfin von Hardenberg.

www.charta-der-vielfalt.de

Expertinnen-Beratungsnetz

Foto: Universität Hamburg

Das Expertinnen-Beratungsnetz entstand 1990 als Dienstleistungs- und Forschungsprojekt an der Universität Hamburg. Seitdem unterstützt das Netzwerk durch Beratung und Mentoring Frauen bei ihrer beruflichen Entwicklung. Initiatorin und bis heute Leiterin des Beratungsnetzes ist Angelika C. Wagner.

www.expertinnen-beratungsnetz.de

Frauenrat

Foto: Anna Weise

Der Deutsche Frauenrat ist die politische Interessenvertretung von über 50 bundesweit aktiven Frauenverbänden und -gruppen gemischter Verbände und damit die größte Frauenlobby in Deutschland. Er wird vorwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert. Vorstandsvorsitzende ist Hannelore Buls.

www.frauenrat.de

Soroptimist International Deutschland

Foto: privat/Soroptimist International Deutschland

Der Soroptimist International Club ist ein 1925 ins Leben gerufenes weltweites Netzwerk aus berufstätigen Frauen. Die erste deutsche Dependenz wurde 1930 in Berlin gegründet. Der Club, dessen Präsidentin in Deutschland Magdalene Erkens ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen und Mädchen auf allen Ebenen der Gesellschaft eine aktive Teilnahme an Entscheidungsprozessen zu ermöglichen.

www.soroptimist.de

Frauen im ­Management (FIM)

Foto: privat

FIM ist eine Vereinigung für Frauen in Führungsverantwortung im Management und als eingetragener Verein bundesweit seit 27 Jahren in Deutschland aktiv. Als Business-Netzwerk für Führungsfrauen aus den unterschiedlichsten Branchen fördert FIM den branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch. Vorstandsvorsitzende ist Diana Kisro-Warnecke.

www.fim.de

Schöne Aussichten – Verband selbstständiger Frauen

Foto: Schöne Aussichten - Verband selbstständiger Frauen

Der Schöne Aussichten Verband selbstständiger Frauen e.V. ist ein bundesweites Netzwerk für selbstständige Frauen. Die etwa 400 Mitglieder des Verbandes stammen aus allen Branchen. Die vier Mitglieder des Vorstands sind zurzeit Monika Borchert, Sonja Diehm, Andrea Förtser-Schembach und Sabine Grebe.

www.schoene-aussichten.de

Verband ­berufstätiger Mütter (VBM)

Foto: privat

Seit 1990 setzt sich der VBM ehrenamtlich und überparteilich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein – für Frauen und Männer. Für seine Mitglieder bietet der VBM Informationen wie das "Dschungelbuch", einen Leitfaden für berufstätige Eltern. Vorstandsvorsitzende ist Cornelia Spachtholz.

www.vbm-online.de

European Women’s Management Development (EWMD)

Foto: Catrin-Anja Eichinger

European Women's Management Development (EWMD) ist ein internationaler Verband, der 1984 ursprünglich gegründet wurde, um Frauen den Eintritt ins Führungsmanagemnt zu erleichtern. Heute bemüht er sich darum, die Sichtbarkeit und Teilhabe von qualifizierten Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Kris Hauf ist seit 2010 Präsidentin des Verbands.

www.ewmd.org

Europäische Akademie für Frauen in politik und gesellschaft (EAF)

Foto: Die Hoffotografen

Die EAF fördert Frauen mit Führungspotenzial und unterstützt Frauen und Männer in ihrer Karriereplanung sowie bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Außerdem berät sie Wirtschaft und Politik zur Förderung unter anderem von Chancengleichheit und Vielfalt und erstellt zu diesen Themen Studien. Vorstandsvorsitzende ist Helga Lukoschat.

www.eaf-berlin.de

Deutscher Juristinnenbund (djb)

Foto: Sharon Adler/pixelmeer.de

1914 gründete sich in Berlin den "Deutschen Juristinnen-Verein", der 1933 seine Arbeit einstellte. 1948 entstand die Nachfolgeorganisation, die heute Deutscher Juristinnenbund (djb) heißt. Ziel ist die Förderung der Wissenschaft durch Fortentwicklung des Rechts, u. a. auf dem Gebiet der Gleichstellung der Frau in Gesellschaft, Beruf und Familie. Ramona Pisal ist Präsidentin des djb.

www.djb.de

Medien

DJV-Fachausschuss Chancengleichheit

Foto: NDR/Wöhlk

Der Fachausschuss Chancengleichheit des Deutschen Journalisten-Verbands e.V. (DJV) ist 1995 aus einer Iniative des DJV Hamburg entstanden. Der Fachausschuss setzt sich für die spezifischen Interessen von Journalistinnen ein, darunter beispielsweise Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Vorsitzende des Auschusses ist derzeit Mechthild Mäsker.

www.djv.de

Journalistinnenbund

Foto: WDR

Das unabhängige Netzwerk für Frauen in den Medien setzt sich u. a. für gendersensible Berichterstattung ein und bietet mit Veranstaltungen Interessierten einen regelmäßigen Austausch. Vorstandsvorsitzende ist WDR-Redakteurin Andrea Ernst.

www.journalistinnen.de

ProQuote

Foto: Carsten Fleck

Im Februar 2012 forderten rund 350 Journalistinnen in einem Offenen Brief eine Frauenquote von 30 Prozent für Führungspositionen in den Medien bis 2017. Im Juni 2012 wurde ProQuote Medien (PQ) gegründet. Heute hat er über 200 Mitglieder.

www.pro-quote.de

Webgrrls.de

Foto: privat

1997 nach US-amerikanischem Vorbild gegründet, hat sich das Netzwerk 2001 zum Verein webgrrls.de (im Bild: Vorstandsmitglied Sandra Becker) mit rund 600 Mitgliedern entwickelt. Er organisiert u. a. Treffen, Workshops und Online-Events.

www.webgrrls.de

Digital Media Women

Foto: Rieka Anscheit

Das DMW-Branchennetzwerk um Vorstand Inken Arntzen und Vereinsvorsitzende Carolin Neumann (Foto) will Frauen in der Digitalbranche sichtbarer machen. Auf regelmäßigen Treffen werden u. a. berufliche Projekte vorangetrieben. Ziel ist auch, mehr Frauen auf die Podien zu bringen.

www.digitalmediawomen.de

Mainau-Runde

Foto: thinkstock.com

Die Mainau-Runde – benannt nach der Insel im Bodensee – ist ein journalistischer Hintergrundkreis nur für Frauen. Seine knapp 20 Mitglieder treffen sich etwa 30 Mal im Jahr in der Landesvertretung Baden-Württemberg zu Hintergrundgesprächen mit Politikern.

weitere Meldungen

Haben Schwarz-Grün in Hessen und die angestrebte rot-rot-grüne Koalition in Thüringen Signalwirkung für die Bundespolitik? Professor Karl-Rudolf Korte… weiterlesen
Politiker sollten den Mut haben, ihren Terminkalender zu entschlacken. Ulrike Hinrichs hat einen Rat für alle Politprofis: „Nicht hetzen lassen!“
Seit 2013 verantwortet mit Sigmar Gabriel ein Wirtschaftsminister die Energiewende. Beeinflusst das die Lobbyarbeit der Energiekonzerne? Ein Gespräch… weiterlesen
Wer als Interessenvertreter Zugang zu einem Abgeordneten haben will, der muss oft erst einmal an dessen Angestellten vorbeikommen. Doch bislang wurde… weiterlesen
Was denken Politiker auf Kommunal-, Regional- und Landesebene über frühe Öffentlichkeitsbeteiligung? Dieser Frage geht eine Studie nach, die gemeinsam… weiterlesen
Die neuen Minister der rheinland-pfälzischen Landesregierung werden am 12. November im Landtag in Mainz vereidigt. Hier gibt es die neuen Gesichter im… weiterlesen